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Komplexität oder kompliziert – Wer sind die Opfer, Retter und Täter?

„Und was genau sollen wir jetzt tun?“ ist eine der am häufigsten gestellten Fragen, wenn ein Problem auftaucht. Immer noch versuchen wir meist Probleme reaktiv zu lösen. Wir suchen nach dem passenden Rezept für unser Problem, das wir dann nur noch anwenden müssen, und schon ist alles im Lot. Klingt gut, ist aber leider völlig falsch. Angesichts der Komplexität unserer vernetzten Welt haben einfache Lösungen ausgedient.

Mit linearem Denken und vorgefertigten Methoden kommen wir hier keinen Schritt mehr weiter. Komplexes, das heißt systemisches Denken und Handeln sind stattdessen gefragt: Konzepte wie Agilität und New Work sind daraus entstanden und hoch aktuell.

…damit werden Sie in jeder Situation passende und nachhaltige Lösungen finden.

So oder ähnlich werben Autoren und Redner für Ihre möglicherweise neuen Ansätze. Schlagworte wie Komplexität, Agilität, New Work, VUCA, Digitalisierung, Disruption und Transformation erzeugen starke mediale Aufmerksamkeit. Doch sind sie auch geeignet, die Welt von heute zu verstehen und Orientierung zu geben? Unterstützen sie uns wirklich dabei, als Mensch oder Organisation gesund und leistungsfähig zu bleiben?

Sind wir Opfer oder Täter?

Schaffen wir uns nicht selbst zu viel Komplexität – und welchen Einfluss haben wir darauf? Hier ein Beispiel: Haushalte haben im Durchschnitt 15.000 Gegenstände! Und dann jammern wir, wie komplex alles ist. Ist das nicht wieder eine neue Variante für eine Opferhaltung, um die eigene Verantwortung zu leugnen und einen Retter anzurufen? Wer ist dann der Täter in diesem Drama-Dreieck?

Ansätze zum Umgang mit Komplexität

Die Kombination der Stacey Matrix mit dem Cynefin Modell und zwei interessante Beiträge der Uni Heidelberg sollen anregen, über die Themen Komplexität und kompliziert nachzudenken. Sie sollen uns ermutigen, die Sache aktiv in die Hand zu nehmen. Die Stacey-Matrix stellt dabei eine erste Orientierung im Umgang mit Komplexität, Kompliziertheit und Chaos dar.

StaceyMatrix & CynefinModell
StaceyMatrix & CynefinModell

Ein kurzer Audio-Beitrag wirft interessante Fragen auf. Titel: Die Komplexität des Alltags bewältigen mit Joachim Funke, erschienen Universitätsbibliothek Heidelberg, 2014 in Campus-Report bei Uni-Radio Baden; 28. Januar 2014. Folgen Sie diesem Link: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/16232/1/140129%20Kompliziertes%20Leben%20%28Funke%29.MP3

Ein zweiter Beitrag erklärt anschaulich die Begriffe komplex und kompliziert.  Titel: Komplexität beherrschen : freie Bahn von Kostina, Ekaterina, erschienen im Ruperto Carola Forschungsmagazin 9(2016, S.68-75. Folgen Sie diesem Link zur pdf: http://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/rupertocarola/article/view/23612/17338

Ihre Meinung ist gefragt

Als Ergebnis: Was halten Sie von diesen Beiträgen?

Wieweit ist die Stacey-Matrix geeignet, um eine Orientierung im Umgang mit Komplexität, Kompliziertheit und Chaos zu finden?

Als weiterführenden Beitrag empfehle ich den Artikel „Komplexität und Einfachheit“ http://www.wandelweb.de/blog/?p=1318

Ich freue mich auf einen regen Austausch hier in den Kommentaren, gern auch geteilt in den Sozialen Medien.

Fehlt Mut zur Transformation

Fehlt der Mut zur Transformation?

Arbeit 4.0: Keine Zeit – keine Leute

So fasst ein FAZ-Redakteur die jüngsten Umfrageergebnisse zusammen. Hierbei geht es um das trendige Thema Arbeit 4.0.

Das Ergebnis verwundert. Denn schließlich wird die digitale    Transformation medial ausgeschlachtet. Notwendigkeit und Dringlichkeit zu verkennen ist eigentlich ausgeschlossen.

Möglicherweise fehlt es an Mut, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Doch wie kann es gelingen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen?

Oder geht es wirklich um Zeit?

Das ist schon komisch. Erst konstruiert der Mensch die Kreisbewegung der Erde als Zeit, um dann zu sagen: „Ich habe keine Zeit!“

Alle reden über Zeit. Vor allem um zu sagen, dass sie nicht genug davon haben. Zeit ist Alltagszeit, Lebenszeit und die übergreifende Zeit der Epoche, in der wir uns befinden – so erklärt es der Zeitsoziologe Hartmut Rosa. Seit Albert Einstein wissen wir, dass Zeit relativ ist. Sie ist es auch in unserer eigenen Wahrnehmung: Zeit kann schnell oder langsam vergehen, wir können dieselbe Zeitspanne als flüchtigen Augenblick erleben oder als gefühlte Ewigkeit.

Im Folgenden geht es hier zu einem interessanten Beitrag zum Thema Digitalisierung auf detecon.